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Inhalt: Kurzgeschichten

Sylvesternacht

Der total betrunkene Sven rutscht auf einem Hundehaufen aus und landet mit dem Gesicht nach unten in einer Regenpfütze.
Regungslos bleibt er liegen.
Er kann nicht mehr weiter.
Warum passiert ihm so was?
Er hat doch letztes Jahr genug Pech gehabt.
Seine Freundin hat ihn verlassen mit der Begründung, er sei zu lieb.
Er verstand gar nichts, denn sonst beschweren sich die Frauen doch ständig, daß sie immer nur an Arschlöcher geraten.
Wahrscheinlich war er ihr zu langweilig.
Doch Sven hielt sich nicht für langweilig, er spielte recht gut Fußball, hatte es immerhin bis in die Landesliga gebracht, bis dann die Sache mit seinem Knie geschah, konnte er dafür auch nichts?
Aber warum das alles? Er würde es nie erfahren. Und jetzt das!
Ja, er war nicht nur ein Pechvogel, sondern auch ein Versager!
Plötzlich spürt Sven etwas feucht, klebriges über seine Stirn fahren.
Er hebt mühsam den Kopf und stöhnt schauerlich.
Es ist Bello, der Straßenköter,der ihm tröstend winselnd und mit liebevollen Augen mit seiner Zunge das Gesicht ableckt.

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