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Inhalt: Kurzgeschichten

Der letzte Mann auf dem Mond

Es ist sehr kalt hier, nur hin und wieder verirrt sich ein Sonnenstrahl hierher und lässt mich spüren wie es ist, wenn ein Stern verbrennt. Zum Glück habe ich einen Sonnenofen, der diese Wärme speichert und wenn mich wieder gar zu sehr friert, öffne ich seine Tür ein wenig.
Die Aussicht ist hier wunderbar.
Ich schaue auf das Blau des Lebens unter mir und frage mich wieviel von dieser wunderschönen Farbe in jedem einzelnen dieser Bewohner vorhanden ist.
Ab und zu sieht man es fürchterlich blitzen, was mich dann immer beunruhigt, aber nach kurzer Spanne ist dann alles wieder wie vorher auch.
Es wird wohl ein Leuchtfeuer sein, dass dem Reisenden den Weg zeigt und ihn einlädt sich auf seiner Reise auszuruhen und ein Bad im Blau des Vergessens der Mühen und Sorgen zu nehmen.
Trotzdem traue ich ihnen nicht ganz, denn sie kamen mich mehrmals besuchen, haben aber nie mit mir gesprochen.
Sie nahmen sogar etwas weg von meinem Planeten, worüber ich sehr traurig war, denn ich liebe jedes Detail meiner Heimat.
Na gut, dafür haben sie mir etwas da gelassen.
Es flattert im Wind und macht Geräusche dabei.
Aber wozu braucht man das; es bedeutet mir nichts.
Zumindest macht es meinen Planeten etwas farbiger.
Es sind auch viele Sterne darauf. Das passt gut zu meiner Umgebung.
Nur das Rot irritiert mich etwas.
Es erinnert mich daran wie ich einmal stolperte und mir dabei den Arm an einem Fels aufschürfte.
Nun bin ich aber wieder allein und genieße die Ruhe ringsherum.
Es ist schön Tun und Lassen zu können was ich will.
Nur manchmal fühle ich mich sehr einsam und gehe dann ziemlich krumm gebeugt.
Doch es kommen auch wieder bessere Zeiten, das ist gewiss; und dann richte ich mich zu meiner vollen Größe auf, erstrahle in einem hellen Licht und lächle Dir zu.

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Michael Greven / Gedankenträume.de / 2002-2020